Ladesäulen & Ladenetzin Deutschland.
Ladeinfrastruktur, Standorte, Betreiber und HPC-Schnellladestationen – transparent aufbereitet auf Basis amtlicher Registerdaten der Bundesnetzagentur.
HPC City Monitor
Schnelllade-Infrastruktur deutscher Großstädte im Vergleich.
Top 50 deutsche Großstädte im Lade-Vergleich
Detaillierte Registerdaten zu Gesamtzahl, HPC-Anteil und städtischen Ausbauquoten.
Bundesautobahnen: High-Power-Ladekorridore
Raststätten, Autohöfe und Schnellladeparks entlang der Hauptverkehrsachsen A1 bis A99.
Heiligenhafen Nord – Saarbrücken
734 km Strecke · bis 400 kW HPC
Oberhausen – Berlin (Dreieck Werder)
488 km Strecke · bis 1200 kW HPC
Arnhem (NL) – Passau
764 km Strecke · bis 400 kW HPC
Aachen – Görlitz (PL-Grenze)
643 km Strecke · bis 400 kW HPC
Hattenbach – Basel (CH-Grenze)
457 km Strecke · bis 400 kW HPC
Saarbrücken – Waidhaus (CZ-Grenze)
392 km Strecke · bis 300 kW HPC
Flensburg (DK-Grenze) – Füssen (A-Grenze)
963 km Strecke · bis 1000 kW HPC
Karlsruhe – Salzburg (A-Grenze)
480 km Strecke · bis 400 kW HPC
Lade-Betreiber im Leistungs- & Tarif-Check
Infrastruktur, Ladeleistungen bis 400 kW, Roaming-Netzwerke und AFIR-Zahlungsoptionen.
EnBW mobility+
bis 300 kWKarlsruhe, Deutschland
EnBW mobility+ ist einer der führenden überregionalen Ladeinfrastrukturbetreiber in Deutschland mit einem engmaschigen bundesweiten Ladenetz. Das Netz ist besonders dicht entlang von Autobahnen und in Ballungsräumen ausgebaut. Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert über die EnBW mobility+ App (verschiedene Tarifstufen) oder per direktem Ad-hoc-Kartenleser.
IONITY
bis 400 kWMünchen, Deutschland
IONITY ist das führende paneuropäische HPC-Netzwerk an Autobahnraststätten und autobahnnahen Fernverkehrsknotenpunkten, gegründet von BMW, Mercedes, Ford, Hyundai und der Volkswagen-Gruppe. In Deutschland liefert das Netz vorwiegend 350 kW bis 400 kW pro CCS-Ladepunkt (europaweit pilotieren Konzeptstandorte bis zu 600 kW). Das Tarifmodell unterscheidet zwischen spontanem Ad-hoc-Laden ('IONITY Direct'), Basiskonten ('IONITY Go') und Abonnementtarifen ('IONITY Passport') mit jeweils standort- und länderspezifischen kWh-Preisen, die tagesaktuell über die offiziellen Portale und Apps des Betreibers eingesehen werden können.
Tesla Supercharger
bis 350 kWAustin, USA (DE-Betrieb: Amsterdam/Berlin)
Tesla Supercharger ist nach installierter Leistung der zweitstärkste Betreiber in Deutschland. Seit 2022/23 sind viele Standorte für Fremdmarken geöffnet. Die V4-Generation liefert bis zu 350 kW. Die Abrechnung erfolgt voll dynamisch je nach Uhrzeit und Standort.
Aral pulse
bis 300 kWBochum, Deutschland / London, UK
Aral pulse (betrieben von bp pulse) ist eines der führenden Schnellladenetze Deutschlands mit hoher Ausbaupräsenz an Fernstraßen. Das Netz umfasst vorwiegend moderne HPC-Stationen mit bis zu 300 kW an Aral-Tankstellen sowie neue Megawatt-Ladeparks für E-LKW. Neben schnellen Ladezeiten profitieren Fahrer von Payback-Punkten, REWE To Go Shops und verlässlicher Beleuchtung.
Fastned
bis 400 kWAmsterdam, Niederlande
Fastned betreibt charakteristische gelbe Solardachstationen ausschließlich mit HPC. In Deutschland erreicht das Netz mit modernen Alpitronic HYC400 Schnellladern bis zu 400 kW Spitzenleistung. Mit der Fastned-Gold-Mitgliedschaft (monatliche Grundgebühr) erhalten Viellader einen rabattierten Preis pro geladener Kilowattstunde (ca. 30 % Ersparnis).
Allego
bis 300 kWArnhem, Niederlande
Allego ist ein führender europäischer Charge Point Operator mit Fokus auf B2B-Lösungen (Einzelhandel, Gewerbeimmobilien, Kommunen). In Deutschland betreibt Allego ein umfangreiches gemischtes Netz aus AC- und DC-Ladepunkten.
Ladezeit- & Kostenrechner
Beispielhafte Modellrechnung für Ladedauer, Ladeverluste und Ladekosten für Elektrofahrzeuge.
Modellannahmen (Stand: September 2026). Reale Preise variieren je nach Ladekarte, Roaming-Aufschlag und Blockiergebühren.
Geschätzte Gesamtkosten für 55,7 kWh brutto (ab Ladesäule)
Theoretischer Idealwert: 21 Min. · 25,72 €
* Die tatsächliche Ladedauer und Kosten hängen maßgeblich vom Fahrzeugmodell, der realen Ladekurve, Batterietemperatur, Vorkonditionierung und dem individuellen CPO-Tarif ab.
Wie wird gerechnet? (Berechnungsmodelle erklärt)▼
1. Modus: Theoretisch
Reine mathematische Idealrechnung ohne Ladeverluste oder Ladekurvendrosselung:
- Nettoenergie = Kapazität × (Ziel-SoC − Start-SoC)
- Kosten = Nettoenergie × Strompreis
- Mindest-Ladezeit = Nettoenergie ÷ Nennleistung
Idealwert bei 100 % konstanter Leistungsabgabe ohne jegliche Wandlungsverluste.
2. Modus: Praxis-Schätzung
Vereinfachtes Modell unter Berücksichtigung typischer Praxisaufschläge:
- Modellannahme Ladeverluste: Rechnerischer Aufschlag von 6 % (HPC Gleichstrom) bzw. 12 % (AC Wechselstrom).
- Modellannahme Ladekurve: Durchschnittliche Leistung ca. 76 % der Spitzenleistung im Bereich 10–80 % SoC (bei 800V-Fahrzeugarchitektur ca. 82 %).
Reale Werte variieren je nach Fahrzeug, Batterietemperatur, Vorkonditionierung und Ladesäule.
Hinweis: Die tatsächliche Ladezeit und Ladeleistung hängen insbesondere von Fahrzeugmodell, Ladekurve, Akkutemperatur, Ladezustand, Vorkonditionierung und verfügbarer Ladeleistung ab.
Fundierte Leitfäden & Marktanalysen
Verlässliche Leitfäden zu Tarifen, Elektrotechnik und gesetzlichen Neuregelungen.
Ladekarten-Dschungel: Roaming-Preise & Grundgebühren
Überblick über Grundgebühren, Roaming-Aufschläge bei Dritt-CPOs und die besten Kombinationen für E-Mobilisten.
AC vs. DC Ladeverluste im Praxis-Vergleich
Warum an Schuko bis zu 20 % verloren gehen, wie Onboard-Charger arbeiten und welche Leistung am effizientesten ist.
Blockiergebühren an Ladesäulen vermeiden
Ab wann greift die Standzeitgebühr? Vergleichen Sie Karenzzeiten (240 Min. AC vs. 60 Min. DC) und Nachtregelungen.
THG-Prämie für Elektroautos: Fristen & Quoten
Rechtliche Grundlagen nach BImSchG, Antragsfristen beim Umweltbundesamt und verlässliche Kriterien zur Anbieterauswahl.
Fachglossar zur Ladeinfrastruktur
Der gesetzliche europäische Standardstecker für DC-Schnellladung bis zu 400 kW.
Stecker & HardwareTyp 2 (Mennekes-Stecker)Der europäische Standardstecker für dreiphasiges Wechselstromladen (AC) bis zu 22 kW bzw. 43 kW.
Stecker & HardwareHPC (High Power Charging)Gleichstrom-Ultraschnellladen mit Ladeleistungen von 150 kW bis 400 kW bei 400V bzw. 800V Systemspannung.
Normen & GesetzeAFIR (Alternative Fuels Infrastructure Regulation)EU-Verordnung (EU) 2023/1804 zur Verpflichtung von Kartenterminals und transparenter Preisanzeige.
Normen & GesetzePlug & Charge (ISO 15118)Automatisierte Autorisierung und Abrechnung durch einfaches Anstecken des Ladekabels.
ElektrotechnikkW vs. kWh (Leistung vs. Energiemenge)kW beschreibt die Lade- oder Motorleistung; kWh beschreibt die Batteriekapazität und verbrauchte Energie.
ElektrotechnikSoC (State of Charge & Ladekurve)Der Ladezustand der Hochvoltbatterie in Prozent und dessen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit.
Abrechnung & RoamingCPO vs. EMP (Betreiber vs. Mobilitätsdienstleister)CPO stellt die physische Ladesäule bereit; EMP verkauft den Stromtarif an den Endkunden.
Wissenswertes zur Ladeinfrastruktur in Deutschland
Wichtige Fragen und Antworten zum Bundesnetzagentur-Ladesäulenregister, Ladearten und Abrechnung.
Wie viele öffentliche Ladesäulen gibt es in Deutschland?▾
In Deutschland sind 211.253 öffentlich zugängliche Ladepunkte im amtlichen Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur (BNetzA) erfasst, darunter 40.950 HPC-Schnellladepunkte mit mindestens 150 kW Leistung.
Welche Gesetzesgrundlage regelt das Ladesäulenregister?▾
Das Register basiert auf § 5 der Ladesäulenverordnung (LSV) sowie der europäischen AFIR-Verordnung (EU 2023/1804) über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe. Alle Betreiber sind gesetzlich verpflichtet, Inbetriebnahmen und technische Parameter zu melden.
Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden?▾
AC-Laden (Wechselstrom, typisch 11 bis 22 kW) nutzt den bordeigenen Gleichrichter des Elektroautos und ist ideal für längere Standzeiten (Arbeitsplatz, Übernachtung). DC-Laden (Gleichstrom, 50 bis 400 kW) speist direkt in die Batterie ein und lädt moderne E-Autos in 15 bis 30 Minuten von 10 % auf 80 % SoC.
Kann man an allen öffentlichen Ladesäulen ohne Vertrag laden?▾
Ja, grundsätzlich ist das vertragslose Laden (Ad-hoc-Laden) an allen öffentlichen Ladesäulen möglich. Gemäß der europäischen AFIR-Verordnung (EU 2023/1804, Art. 5 Abs. 1) müssen an seit dem 13. April 2024 neu errichteten Schnellladepunkten ab 50 kW Zahlungskartenleser oder kontaktlose Lesegeräte (Debit-/Kreditkarte, NFC) vorhanden sein – ein QR-Code allein erfüllt an diesen neuen Ladepunkten nicht die vorgeschriebenen Mindestanforderungen, zusätzliche QR-basierte Bezahloptionen sind dadurch jedoch nicht verboten. Für bestehende Schnellladepunkte entlang des TEN-V-Netzes gilt eine Nachrüstpflicht zum 1. Januar 2027. An Ladepunkten unter 50 kW sowie an bestehenden Altanlagen erfolgt das Ad-hoc-Laden weiterhin meist über dynamische QR-Codes und eine sichere Zahlungswebsite des Betreibers.
Welche Betreiber betreiben die meisten Schnellladeparks?▾
Zu den größten überregionalen Betreibern (CPOs) in Deutschland gehören u. a. EnBW mobility+, IONITY, EWE GO, Fastned, Aral pulse und Tesla (Supercharger für Fremdmarken). Regional stellen Stadtwerke und Verteilnetzbetreiber die Mehrheit der AC-Punkte.