Ladebordstein: So funktionieren Bordsteinlader für E-Autos
1. Was ist ein Ladebordstein und welche Aufgabe erfüllt er?
Ein Ladebordstein (im internationalen Sprachgebrauch auch Curb Charger oder Bordsteinlader genannt) ist eine baulich integrierte Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge, bei der Steckdose, Steuerung und Abrechnungselektronik direkt in die Bordsteinkante des Gehwegs eingelassen sind.
In dicht besiedelten Innenstädten und Wohnquartieren verfügen viele Fahrzeughalter weder über eine Garage noch über einen privaten Stellplatz mit eigener Wallbox. Wer am Straßenrand parkt (sogenannte Laternenparker), ist auf das Laden im öffentlichen Straßenraum angewiesen. Freistehende AC-Ladesäulen beanspruchen jedoch oberirdische Gehwegfläche. Insbesondere auf schmalen Bürgersteigen kann dies zu Nutzungskonflikten mit Fußgängern, Kinderwagen und Personen im Rollstuhl führen.
Das Konzept Bordsteinladen verlegt die Schnittstelle an den Fahrbahnrand: Statt einer vertikalen Säule wird der baulich ohnehin notwendige Randstein als Träger genutzt. Der Gehweg bleibt in seiner lichten Durchgangsbreite frei von zusätzlichen Masten oder Gehäusen.
2. Funktionsweise: Wie ist ein Bordsteinlader aufgebaut?
Ladebordsteinsysteme basieren auf modularen Komponenten, die in die Straßen- und Tiefbauinfrastruktur eingepasst werden:
- Bordstein-Grundkörper: Ein statischer Hohlkörper (je nach System aus Beton oder Gusseisen), der an gängige Bordsteinprofile (wie DIN-Bordsteine T15/25) angepasst ist und in die bestehende Bordsteinflucht gesetzt wird.
- Elektronikmodul: Das austauschbare Kernmodul beinhaltet Steuerungselektronik, Schutzschalttechnik, Kommunikationsschnittstellen und die Messeinrichtung zur eichrechtskonformen Abrechnung.
- Kabel- und Netzanbindung: Zuleitungen werden im Gehwegbereich verlegt und an einen lokalen Niederspannungsverteiler oder eine Zähleranschlusssäule (ZAS) angebunden.
- Schutz- und Dichtungskonzept: Da die Rinnsteinzone am Straßenrand durch Schmutz, stehendes Niederschlagswasser, Streusalz und mechanische Belastungen beansprucht wird, kapseln Hersteller die sensible Elektronik hermetisch ab (beim Rheinmetall-System IP68 für das Elektronikmodul, IP54 für das Gesamtsystem). Klappen- und Dichtsysteme sowie Heizelemente schützen vor eindringendem Schmutz und Frost.
- Wartungskonzept (Modultausch): Um Tiefbauaufwand im Servicefall zu vermeiden, setzen modulare Konzepte wie das „CurbSwap“-Prinzip auf entriegelbare Elektronikeinheiten, die bei Wartungsarbeiten oder Eichfristen ohne Straßenaufbruch ausgetauscht werden können.
Ladebordsteine müssen mechanischen Einwirkungen im Straßenraum standhalten. Für das marktführend erprobte System von Rheinmetall gibt der Hersteller eine Auslegung für Rad- bzw. Achslasten von bis zu 10 Tonnen sowie eine Stoßfestigkeit nach Schutzklasse IK10 an. Diese Werte beziehen sich auf das geprüfte Herstellermodell und dürfen nicht ungeprüft auf beliebige Bordsteinlösungen verallgemeinert werden.
3. Ladeleistung: Wie schnell lädt ein E-Auto am Ladebordstein?
Ladebordsteine sind für das AC-Normalladen (Wechselstrom) nach DIN EN 61851-1 ausgelegt. Herstellerseitig wird in der Regel eine Anschlussleistung von bis zu 22 kW (dreiphasig 400 V bei 32 A) bzw. 11 kW (16 A) spezifiziert.
Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit in der Praxis wird durch mehrere Faktoren limitiert:
- Fahrzeugseitiger Onboard-Charger: Die Mehrheit der in Deutschland zugelassenen Elektro-Pkw verfügt über einen bordeigenen AC-Lader mit maximal 11 kW Ladeleistung. An einem 22-kW-Ladepunkt lädt ein solches Fahrzeug physikalisch bedingt dennoch nur mit maximal 11 kW. Volle 22 kW AC nutzen nur ausgewählte Fahrzeugmodelle (z. B. Renault Zoe oder Fahrzeuge mit optionalem 22-kW-Doppellader).
- Netzanschluss & dynamisches Lastmanagement: Werden mehrere Ladepunkte entlang einer Straße errichtet, begrenzt der Verteilnetzbetreiber die gleichzeitige Leistungsaufnahme. Ein intelligentes Lastmanagement drosselt den Ladestrom bei hoher Netzlast temporär ab.
- Nutzungsverhalten: Bordsteinlader sind primär für Standzeiten über Nacht (6 bis 10 Stunden) oder während der Arbeitszeit konzipiert, sodass auch mit 11 kW eine vollständige Ladung typischer Batteriegrößen problemlos erreicht wird.
| FAHRZEUGKLASSE (AKKU) | ONBOARD-LADER | NETTO-LADELEISTUNG | LADEDAUER (20–80 %) | GEWONNENE REICHWEITE |
|---|---|---|---|---|
| Kompaktklasse (ca. 50 kWh) | 11 kW AC | ca. 10,2 kW netto | ca. 3,0 Stunden | ca. 180 – 210 km |
| Mittelklasse (ca. 77 kWh) | 11 kW AC | ca. 10,2 kW netto | ca. 4,5 Stunden | ca. 240 – 290 km |
| Modell mit 22-kW-Lader (ca. 60 kWh) | 22 kW AC | ca. 20,4 kW netto | ca. 1,8 Stunden | ca. 200 – 240 km |
* Modellrechnung unter Annahme von ca. 8 % durchschnittlichen AC-Wandlungsverlusten im Fahrzeug-Gleichrichter. Die tatsächliche Ladedauer hängt vom individuellen Fahrzeugmodell, der Batterietemperatur sowie etwaigen Drosselungen durch das kommunale Lastmanagement ab.
4. Der Rheinmetall-Ladebordstein: Herstellerdaten und Erprobung
Der Technologiekonzern Rheinmetall (über seinen zivilen Bereich Power Systems / Pierburg) treibt die Entwicklung integrierter Bordsteinlösungen voran. Das System wurde in Kooperation mit Betonherstellern und Energieversorgern entwickelt, um herkömmliche Ladesäulen im Straßenraum zu ersetzen.
Technische Kenndaten laut Herstellerdokumentation:
- Abmessungen: Standard-Bordsteinelement mit ca. 1.000 mm Länge, 250 mm Höhe und 120/150 mm Breite – angelehnt an gängige Bordsteinmaße (z. B. T15/25).
- Materialien: Bordstein-Grundkörper aus Beton oder Gusseisen; gekapseltes Elektronikmodul aus Aluminium und Edelstahl.
- Ladeleistung: Bis zu 22 kW AC (dreiphasig 400 V, 32 A, 50 Hz, Mode 3 nach IEC 61851-1).
- Schutzart: IP68 für das gekapselte Elektronikmodul; IP54 für das Gesamtsystem im geschlossenen Zustand; Stoßfestigkeitsgrad IK10 (Herstellerangaben Rheinmetall).
- Klimabereich: Ausgelegt für −25 °C bis +60 °C; integriertes Heizkonzept gegen Vereisung der mechanischen Klappe.
- Kommunikation & Backend: OCPP 1.6 (Standard für Backend-Anbindung und Lastmanagement), integriertes 4G-Mobilfunkmodem, Ethernet-Option, Freigabe via RFID, Betreiber-App oder dynamischem QR-Code.
Dokumentiertes Pilotprojekt in Köln (Herbert-Lewin-Straße):
Im April 2024 startete die Stadt Köln in Kooperation mit Rheinmetall und dem regionalen Betreiber TankE GmbH (Tochter der RheinEnergie AG) einen Praxistest in Köln-Lindenthal (u. a. an der Herbert-Lewin-Straße).
Nach Abschluss der einjährigen Pilotphase zogen die Projektpartner eine offizielle Bilanz: Über 2.800 Ladevorgänge wurden dokumentiert, rund 50 Megawattstunden elektrische Energie abgegeben und eine technische Systemverfügbarkeit von über 99 Prozent verzeichnet (Hersteller- und Betreiberangaben Rheinmetall/TankE). Im Sommer 2025 wurden im Testfeld optimierte Grauguss-Körper sowie modulare Kabelschutzelemente erprobt. Die installierten Ladepunkte wurden nach Abschluss des wissenschaftlichen Feldversuchs in den regulären Betrieb übernommen.
5. Kostenstruktur: Investitionsfaktoren und Wirtschaftlichkeit
Die Gesamtkosten für Ladebordsteine lassen sich nicht auf einen pauschalen Einheitspreis reduzieren, da bauliche und netztechnische Voraussetzungen je nach Straßenzug stark variieren. Eine fundierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterscheidet zwischen fünf Kostenkomponenten:
Herstellerangaben beziffern die Hardware für serienreife Bordsteinlader im unteren bis mittleren vierstelligen Euro-Bereich je Ladepunkt (projektabhängig nach Stückzahl, Gehäusematerial und Konfiguration). Die Anschaffung liegt damit in einer vergleichbaren Größenordnung wie hochwertige, eichrechtskonforme AC-Ladesäulen.
Der Tiefbauaufwand hängt maßgeblich davon ab, ob Ladebordsteine im Zuge einer ohnehin geplanten Straßensanierung oder nachträglich im Bestand eingesetzt werden. Bei vorbereiteten Maßnahmen entfällt das Gießen massiver Säulenfundamente; stattdessen werden Kabeltrassen direkt im Rinnen- bzw. Gehwegbereich verlegt.
Ein wesentlicher Hebel für Kommunen ist das modulare Ausbaukonzept: Bei Straßenbauarbeiten können Leerrohre zusammen mit günstigen Leergehäusen („Dummy-Bordsteine“ ohne Elektronik) durchgehend verlegt werden. Die teureren Elektronikmodule werden erst dann per Schnellkupplung eingesetzt, wenn die Nachfrage im Quartier steigt.
Die Anschlusskosten an das Niederspannungsnetz des zuständigen Verteilnetzbetreibers richten sich nach Entfernung zur nächsten Zähleranschlusssäule (ZAS) und verfügbarer Transformatorleistung. Ein intelligentes Lastmanagement begrenzt Lastspitzen und reduziert teure Netzausbauten.
Endkunden zahlen nicht an den Bordsteinhersteller, sondern nach dem Tarif des betreibenden Stadtwerks bzw. ihres Mobilitätsdienstleisters (MSP). Die Kilowattstundenpreise entsprechen den üblichen Konditionen für öffentliches AC-Laden im jeweiligen Stadtgebiet.
6. Vergleich der AC-Ladekonzepte im Straßenraum
Für das Laden am Straßenrand konkurrieren im urbanen Raum drei technische Bauformen:
Gegenüberstellung: Ladebordstein vs. Ladesäule vs. Laternenladen
| KRITERIUM | LADEBORDSTEIN | KLASSISCHE AC-SÄULE | LATERNENLADEN |
|---|---|---|---|
| Oberirdischer Platzbedarf | Kein Gehäuse auf Gehwegfläche | Gehäuse beansprucht Gehweg (0,2–0,5 m²) | Bestehender Lichtmast genutzt |
| Lichte Gehwegbreite | Vollständig erhalten | Verengung auf schmalen Bürgersteigen | Keine zusätzliche Einengung |
| Maximale AC-Ladeleistung | bis zu 22 kW (dreiphasig) | bis zu 22 kW (dreiphasig) | typisch 3,7 kW (einphasig) |
| Typische Ladedauer (20–80 %) | ca. 3,5 – 4,5 h (bei 11 kW) | ca. 3,5 – 4,5 h (bei 11 kW) | ca. 10 – 14 h (bei 3,7 kW) |
| Tiefbauaufwand | Mittel (Bordsteinschlitze / Trassen) | Hoch (Fundament & Zuleitungen) | Gering (sofern Mastnetz tragfähig) |
| Exposition gegenüber Schmutz & Nässe | Hoch (Boden-/Rinnsteinnähe, IP68 nötig) | Gering (Gehäuse erhöht montiert) | Gering (Montagehöhe am Mast) |
| Wartungszugang | Modular via Schnellkupplung | Revisionsklappe an Säule | Wartung am Lichtmast |
7. Barrierefreiheit, Chancen und planerische Herausforderungen
In der verkehrsplanerischen Diskussion wird der Ladebordstein im Kontext barrierefreier Verkehrsraumgestaltung (DIN 18040-3) betrachtet. Eine pauschale Normkonformität ergibt sich nicht automatisch aus der Bauform, sondern hängt von der konkreten baulichen Umsetzung vor Ort ab:
- Erhalt der lichten Gehwegbreite: Der wesentliche Vorzug liegt im Verzicht auf störende Einbauten im Gehbereich. Die nutzbare Gehwegbreite bleibt für Rollstuhlnutzer, Blindenleitsysteme und Fußgänger frei von Hindernissen.
- Bodennahe Bedienhöhe: Da sich Steckdose und Klappenmechanismus auf Bordsteinniveau befinden, weicht die Bedienhöhe von der empfohlenen DIN-Greifhöhe (85 bis 105 cm über Boden) ab. Für Rollstuhlnutzer oder Personen mit motorischen Einschränkungen erfordert das Anstecken ein tiefes Bücken an die Bordsteinkante.
- Kabelverlauf & Stolperfallen: Beim Ladevorgang verläuft das Ladekabel fahrzeugabhängig entlang der Bordkante oder über Teilbereiche des Gehwegs. Ohne bauliche Schutzrinnen oder geordnete Stellplatzaufteilung können Kabel zu Stolperstellen werden.
- Gehwege bleiben frei: Kein zusätzlicher Masten- oder Säulenwald auf schmalen Fußwegen.
- Stadtbildschonend: Optisch unauffällige Einbindung in das Straßenbild denkmalgeschützter Quartiere.
- Normalladeleistung: Dreiphasiges Laden mit 11 bis 22 kW deckt Tag- und Nachtbedarfe ab.
- Vorbereitung bei Sanierungen: Dummy-Bordsteine ermöglichen stufenweisen Infrastrukturausbau.
- Exponierte Einbaulage: Schmutzwasser, Laub und Streusalz im Rinnenbereich verlangen dichte Kapselung.
- Winterdienst & Schneeräumung: Aufgeschobene Schneemengen an Bordsteinkanten können den Zugang erschweren.
- Bodennahes Einstecken: Tiefe Handhabungshöhe erfordert Bücken beim Ein- und Ausstecken.
- Wirtschaftlichkeit bei Einzelnachrüstung: Isoliertes Nachrüsten ohne anstehenden Straßenbau mit hohen Tiefbaukosten verbunden.
8. Kommunale Praxis und dokumentierte Erprobung
Der Einsatz von Ladebordsteinen befindet sich im Übergang von geförderten Pilotvorhaben in erste erweiterte Erprobungen im urbanen Raum:
- Köln (Stadt Köln, TankE & Rheinmetall): Seit April 2024 erprobten die Projektpartner in Köln-Lindenthal (Herbert-Lewin-Straße) Rheinmetall-Ladebordsteine im öffentlichen Anwohnerparkraum. Die Partner bezifferten in ihrem Abschlussbericht über 2.800 Ladevorgänge und über 99 % Verfügbarkeit unter realen Verkehrsbedingungen. Die Testpunkte wurden in den regulären Dauerbetrieb überführt.
- Dortmund (Stadt Dortmund & DEW21): In der Dortmunder Innenstadt (Betenstraße nahe Mercure Hotel) wurden im Spätsommer 2025 zehn Ladebordsteine (11 kW) installiert. Nach anfänglicher Erprobung von sechs aktiven Punkten wurden die verbleibenden vier Punkte nachgerüstet, sodass alle zehn Ladepunkte im Regelbetrieb zur Verfügung stehen.
- Vergleichsfeld Laternenladen (z. B. Berlin): Als alternatives Konzept für Laternenparker nutzt das Berliner Ladenetz (über 1.000 Punkte via ubitricity) bestehende Straßenlaternen. Während Laternenladen ohne zusätzlichen Tiefbau auskommt, limitiert der einphasige Anschluss (3,7 kW) die Nachladegeschwindigkeit gegenüber Ladebordsteinen (11–22 kW).
- Rheinmetall AG: Offizieller Projektbericht zum Ladebordstein und zum Kölner Pilotprojekt. Projektbericht Köln auf rheinmetall.com sowie die technische Produktübersicht Ladebordstein.
- TankE GmbH: Produktübersicht und Dokumentation der Ladebordstein-Infrastruktur. Ladebordstein-Portal auf tanke.io
- Stadt Dortmund / DEW21: Dokumentation des Smart-City-Ladeinfrastrukturprojekts Betenstraße (Dortmund) zur Evaluierung platzsparender Ladekonzepte.
- Relevante Normen & Regelwerke: DIN EN 61851-1 (Konduktive Ladesysteme), DIN EN 60529 (IP-Schutzarten), DIN EN 62262 (IK-Stoßfestigkeitsgrade), DIN 18040-3 (Barrierefreies Bauen im öffentlichen Verkehrsraum).
9. Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Ladebordsteinen
Ein Ladebordstein integriert Ladeelektronik und Typ-2-Steckanschluss direkt in die Kante des Randsteins. Dadurch wird kein freistehendes Säulengehäuse auf dem Gehweg benötigt. Die nutzbare Gehwegbreite bleibt erhalten, was insbesondere auf schmalen Bürgersteigen die Durchgangsbreite für Fußgänger schont.
Der Bordsteinlader wird an das Niederspannungsnetz angebunden. Fahrer öffnen die Schutzklappe an der Bordsteinkante, stecken ihr Standard-Typ-2-Ladekabel ein und starten den Ladevorgang per RFID-Ladekarte, Betreiber-App oder Ad-hoc-Zugang. Ein Verriegelungsmechanismus arretiert den Stecker während des Ladevorgangs.
Ladebordstein-Konzepte sind in der Regel für AC-Normalladung mit bis zu 22 kW (dreiphasig 400 V, 32 A) oder 11 kW ausgelegt. Die effektiv erzielte Ladeleistung hängt maßgeblich vom fahrzeugeigenen Onboard-Charger (bei den meisten E-Autos auf 11 kW limitiert) und dem dynamischen Lastmanagement des Netzbetreibers ab.
Wesentliche Faktoren sind die Hardware des Ladesystems, Tiefbauarbeiten (Kabelgraben oder Schlitzfräsung, Wiederherstellung der Oberfläche), der Netzanschluss an die Niederspannung sowie der laufende Betrieb. Kommunen und Betreiber nutzen vorbereitende Leerrohrtrassen und Leergehäuse ('Dummy-Bordsteine'), um Tiefbaukosten bei anstehenden Straßensanierungen zu bündeln und Elektronikmodule erst bei konkretem Bedarf nachzurüsten.
Laternenladen nutzt bestehende Lichtmasten und liefert typischerweise einphasig 3,7 kW AC (16 A), was lange Standzeiten erfordert. Ladebordsteine erlauben mit dreiphasig bis zu 22 kW höhere Ladeleistungen, bedingen jedoch eine dedizierte Leitungsverlegung und Erdarbeiten bis an die Bordsteinkante.
Ja, sofern das System über eine standardisierte Typ-2-Steckdose (nach IEC 62196-2) verfügt. Alle serienmäßigen Elektrofahrzeuge in Europa mit Typ-2-Ladekabel können angeschlossen werden. Die Abrechnung im öffentlichen Raum erfolgt eichrechtskonform.
„ladestandorte.de (Hrsg.). Ladebordstein: Funktion, Kosten & Bordsteinlader. Verzeichnis öffentlicher Ladeinfrastruktur in Deutschland. Online verfügbar unter: https://www.ladestandorte.de/ratgeber/bordsteinladen (Stand: Oktober 2026).“